
Seiner Lage an Atlantik und Mittelmeer verdankt der Südwesten Andalusiens sein angenehmes Übergangsklima mit milden Wintern und nicht ganz so heißen Sommern. Vielfältig sind seine Landschaften: weite Sandstrände und steile Felsküsten, vogelreiche Flussdelten und Salzseen, Olivenhaine, naturnahe und wildreiche Korkeichen-Mischwälder, schroffe Berggipfel und tiefe Schluchten.
Schon in der Altsteinzeit war Südspanien besiedelt; später wanderten Iberer und Kelten ein, ab 1200 v.Chr. gründeten die Phönizier an der Küste Handelsniederlassungen. Die Geschichte Andalusiens, dessen Name sich vom arabischen Al Andalus, “Land des Westens”, herleitet, ist vor allem die Geschichte der islamischen Mauren in Europa. In Sevilla und in den Weißen Dörfern mit ihren engen Gassen und schattigen, blumen-
geschmückten Innenhöfen, den alten Bewässerungssystemen und terrassierten Berghängen ist noch heute der jahrhundertelange Einfluss der spanisch-maurischen Kultur spürbar. Ihr Ende fand sie durch die Reconquista, die “Wiedereroberung” durch die “christlichen Könige” Kastiliens und Aragons. Die Andalusier lieben es Feste zu feiern; in traditionellen Umzügen und Prozessionen, in Gesang und Tanz drückt sich ihre Lebensfreude und ihre Kunst der Selbstdarstellung aus.
• Eintrittsgelder sind nicht im Reisepreis inbegriffen.
• Das landestypische Frühstück ist einfach.
• Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
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Ausgangspunkt der ersten 8 Tagestouren dieser Kultur & WanderSternreise ist Bolonia an der Costa de la Luz. Ihren Namen trägt die „Küste des Lichts“ zu Recht, denn hier scheint die Sonne über 3000 Stunden im Jahr. Bolonia ist ein kleiner Fischerort in der Nähe von Tarifa an der Südwestspitze Andalusiens, der bis heute seinen dörflichen Charakter behalten hat. Der 6 km lange Sandstrand lädt zu Spaziergängen und von Mai bis Oktober zum Schwimmen ein. Am 11. Tag fahren wir weiter nach Grazalema am Rand des gleichnamigen Naturparks; von hier aus unternehmen wir die letzten 3 Tagestouren.
- 1. Tag
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Anreise
Transfer zum Hotel in Bolonia, 10 Ü.
- 2. Tag
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Bolonia/ Baelo, Strandwanderung
Am Strand von Bolonia besichtigen wir die Ausgrabungen von Belonia Claudia (Baelo) mit Tempeln und Theater. In römischer Zeit war Belonia ein wichtiger Thunfischfangplatz mit kommerzieller Fischverarbeitung; hier wurde die Fischgewürztunke „Garum“ hergestellt und von hier aus in die ganze römische Welt exportiert. Anschließend wandern wir an der Atlantikküste entlang Richtung Nordwesten durch eine großartige Dünenlandschaft. Ziel sind die steilen Felswände eines Berges, von dem aus sich ein prächtiger Blick auf die Straße von Gibraltar bis nach Afrika bietet.
- 3. Tag
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Castellár, Jimena de la Frontera
Fahrt durch das fruchtbare Tal des Rio Hozgarganta. Vom Talgrund aus Aufstieg zur maurisch-mittelalterlichen Festung von Castellár de la Frontera, hinter deren Mauern sich blumenüberrankte, verwinkelte Gassen verbergen. Flusswanderung am Fuß des beeindruckenden Castillo von Jimena; in der Bergwand unterhalb der Burg können wir eine Bienenfresserkolonie sehen. In der Nähe liegt eine Höhle mit 3000 Jahre alten Malereien
- 4. Tag
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Jérez de la Frontera
Fahrt nach Jérez, Besuch der Königlich Andalusischen Reitkunstschule im Palast Recreo de las Cadenas. Stadtrundgang; vom arabischen Kastell aus haben wir eine schöne Aussicht. Jérez hat dem berühmtesten Getränk der Gegend seinen Namen gegeben: Sherry. Sherryprobe in einer der zahlreichen Bodegas. Abstecher zur Laguna Medina, wo sich Ruderenten und Flamingos beobachten lassen.
- 5. Tag
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Monte S. Bartolomé
Von Bolonia aus wandern wir auf den nahe gelegenen Bartholomäusberg; von hier aus bietet sich ein schöner Blick auf die beeindruckende Dünenlandschaft am Atlantik. Auf den Höhen lassen sich Gänsegeier beobachten
- 6. Tag
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Cádiz
Cádiz, die älteste Stadt Europas, liegt auf einem aus dem Meer emporragenden Muschelkalkfelsen am Ende einer Landzunge. Vor 3000 Jahren von den Phöniziern als Handelsplatz angelegt, erlebte die Hafenstadt in ihrer Geschichte viele Eroberer: Karthager, Römer, Westgoten, islamische Mauren, Normannen, katholische Kastilier. Neben Sevilla wurde Cádiz zum wichtigsten Hafen zur Neuen Welt. Bummel über den Wochenmarkt und durch die Markthalle mit ihren Verkaufsständen für Fisch und Meeresfrüchte. Spaziergang über die Uferpromenaden und die von Palmen bestandenen Parkanlagen, Rundgang durch die Altstadt mit Kathedrale. Besuch des Museums: Archäologische Abteilung, Gemäldesammlung und Szenenbilder von Marionetten des andalusischen Puppentheaters. Anschließend Camera Obscura.
- 7. Tag
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Steilküste von Barbate, Véjer de la Frontera
Fahrt entlang der Atlantikküste bis Barbate de Franco, Wanderung durch den Schirmkiefernwald oberhalb der hohen felsigen Steilküste des Nationalparks von Barbate nach Los Caños de Meca mit Blick auf Brutkolonien von Kuh- und Seidenreiher. Weiter geht es nach Véjer de la Frontera, schon von weitem sieht man die auf einem Felsen gelegene Stadt. Rundgang durch die malerische, unter Denkmalschutz stehende maurische Altstadt: blendend weiße Hausfassaden, rote Ziegeldächer, schmiedeeiserne Gitter an den blumengeschmückten Fenstern, schattige Innenhöfe; ein Gewirr verzweigter Gassen, auf- und absteigender Treppen, alles überragt von der Kirche.
- 8. Tag
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Zur freien Verfügung
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9. Tag
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Naturpark Los Alcornocales
Wanderung durch das von Königsfarm gesäumte wildromantische Bachtal des
Tiradero entlang einer Geierwand. In dieser Region, wo Atlantik und Mittelmeer
aufeinander treffen, herrschen beständige und oft starke Winde, die genügend
Regenwasser und Feuchtigkeit mitbringen, so dass die üppige und artenreiche
Vegetation des Korkeichenwalds mit Oleander und Baumheide als Unterholz
gedeihen kann. Los Alcornocales zählt zu den größten Korkeichenwäldern
der Erde; die Korkgewinnung gehörte lange zu den wichtigsten Erwerbszweigen
der Dorfbewohner.
- 10. Tag
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Tarifa, Strandwanderung
Rundgang durch die von einer wuchtigen Maurenburg beherrschte Altstadt und den Hafen von Tarifa, südlichste Stadt des europäischen Festlands. Tarifa gilt als das schnellste Surfgebiet Europas, denn hier weht ständig ein oft kühler bis kalter Wind selbst im Sommer. Von Punta Paloma wandern wir an der Atlantikküste zurück nach Bolonia.
- 11. Tag
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Ronda, Cueva de la Pileta
Fahrt von Bolonia nach Ronda, einst von Iberern, Kelten, Phöniziern und Karthagern, Griechen und Römern, später von Mauren und dann von christlichen Spaniern bewohnt. Die steilwandige, 160 m tiefe spektakuläre Schlucht Tajo wird vom Puente Nuevo überbrückt. Rundgang durch die gut erhaltene arabische Altstadt, Besichtigung der ältesten Stierkampfarena Spaniens. Weiterfahrt zur Tropfsteinhöhle von Pileta in der Sierra del Líbar mit altsteinzeitlichen Felsmalereien. 4 Ü in Grazalema bis zum Ende der Reise.
- 12. Tag
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Grazalema, Igeltannenwald, Záhara de la Sierra
Spaziergang durch Grazalema mit seinen steilen Gassen, weiß gekalkten Häusern, malerischen Innenhöfen und blumengeschmückten Balkonen. Anschließend Wanderung im Nationalpark von Grazalema. Das Waldreservat ist das regenreichste Gebiet Andalusiens. Hier hat sich ein Wald von pinsapo, der Spanischen Igeltanne aus der Zeit des Tertiärs, erhalten. Die Igeltanne kann einen Stammdurchmesser von 1 m, Höhen bis 30 m und ein Alter von etwa 500 Jahren erreichen. Weiterfahrt zum “Weißen Dorf” Záhara de la Sierra; Aufstieg zum Gipfel des zerklüfteten Burgfelsens auf einem schmalen, von Feigenkaktus gesäumten Pfad, schöner Ausblick.
- 13. Tag
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Sevilla
Die vitale Hauptstadt Andalusiens blickt auf eine lange Geschichte zurück: Iberer und Karthager, Römer und Westgoten prägten die Stadt; Blütezeiten erlebte sie als Residenz eines selbständigen maurischen Königreichs und nach der Entdeckung Amerikas. Rundgang durch die Stadt, die jeden in ihren Bann zieht, der sie auf sich wirken lässt: Parks und Plätze, Gassen und Innenhöfe, Adelspaläste und Kirchen, gigantische gotische Kathedrale und maurische Giralda. Besuch des Königspalasts Alcázar und seiner schönen Gärten. Spaziergang durch den Barrío Santa Cruz, das einstige jüdische Viertel, und zum Torre de Oro, einem Wahrzeichen von Sevilla. Anschließend „Lustwandeln“ im Park Maria Luisa; 1929 Schauplatz der Ibero-Amerikanischen Ausstellung.
- 14. Tag
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El Bosque, Ubrique
Wanderung im Flusstal des Rio Bosque mit hoch gewachsenem Galeriewald an beiden Ufern; in El Bosque, am Ufer des Majaceite gelegen, Besuch des hervorragend angelegten Botanischen Garten, in wir die typischen Arten der Pflanzengesellschaften Südspaniens kennen lernen können. Danach machen wir einen Spaziergang durch das inmitten der Sierra de Grazalema liegende Städtchen Ubrique, das für sein traditionsreiches Gerberhandwerk und seine Lederwaren bekannt ist.
- 15. Tag
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Abreise
Rückflug von Málaga